Im Zuge der NRW-weiten Aktion „Gewalt kommt mir nicht auf den Campus“ wurde Dr. Olimpiada Usanova, die zur Zeit als internationale Gastwissenschaftlerin (Russland) am Marie Jahoda Center for International Gender Studies arbeitet, vom Zentralen Gleichstellungsbüro der RUB interviewt.
Das Projekt „Be the Change. Frauen für Demokratie“ lädt am 13. Januar 2025 zur Midterm-Veranstaltung ins Haus der Universität Düsseldorf ein.
Aus der Einladung: Politisch engagierte Frauen berichten immer wieder von (subtilen) Abwertungen und Ausgrenzungen in der politischen Diskussions- und Debattenkultur. Um den Einstieg und den Verbleib von Frauen in der Kommunalpolitik nachhaltig zu fördern, ist es wichtig, gemeinsam aktiv Lösungsansätze zu erarbeiten, die ein respektvolles Miteinander, Toleranz, konstruktive Zusammenarbeit sowie Sicherheit im politischen Alltag fördern.
Einer dieser Lösungsansätze ist der sogenannte ‚Code of Conduct‘, der als Leitlinie oder Verhaltenskodex den respektvollen und diskriminierungs-armen Umgang etwa in Rats- und Ausschusssitzungen gewährleisten soll. Ein Code of Conduct unterstützt dabei, Standards zu etablieren, die für alle Beteiligten im politischen Alltag gelten. Einzelne Kommunen sind bereits den Weg gegangen, sich über die Art und Form der Kommunikation im politischen Tagesgeschäft zu verständigen. Andere überlegen, einen Code of Conduct einzuführen. Doch gerade letztere stehen am Anfang noch vor der Frage: Wie?
Gemeinsam mit Ihnen wollen wir uns dieser Frage aus verschiedenen Perspektiven annähern und laden Sie herzlich zur Midterm-Veranstaltung des Projekts Be the Change. Frauen für Demokratie ein.
Midterm-Veranstaltung: Be the Change. Frauen für Demokratie Montag, 13. Januar 2025 | 12:00-16:00 Uhr Haus der Universität Düsseldorf Shadowplatz 14 40212 Düsseldorf
Das detaillierte Programm und weitere Informationen zu den Gästen und der Moderation finden Sie unten.
Um Anmeldung bis zum 9. Januar 2025 per Mail an bethechange@rub.de wird gebeten.
Das Projekt wird durch das Marie Jahoda Center for International Gender Studies der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit der EAF Berlin durchgeführt. Förderung: Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW.
Prof. Zintombizethu Matebeni, Marie Jahoda Fellow 2022, is joining the College for Social Sciences and Humanities as Senior Fellow for the winter term 2024/2025. Within the context of the fellowship, eight outstanding international scholars from universities around the world will spend the next six months working on collaborative projects with their tandem partners from the University Alliance Ruhr. Zethu Matebeni’s tandem partner is Prof. Dr. Henriette Gunkel from Ruhr University Bochum.
Looking Black lies at the intersection of media, gender, queer and Black studies as a research project that seeks to forge connections between how South African (audio-)visual culture and performance translates to the German experience. In particular, the project seeks to uncover the ways in which relationality between the two locations continuously spark debates about decolonisation, violence, freedom and the Black experience. Two fundamental questions guide this research project:
what frames the translation and/or adaptation of the Black South African experience into the Afro-German context in film and performance?; and
in what ways can existing narratives and visual representations of the Black experience in South Africa and Germany shape a new present future?
As a consequence of sometimes overlooked “shared histories”, there is a dialectic relationship between South Africa and Germany. These histories appear in various ways, through politics, political economy, migration, colonialism, apartheid, postcolonialism and decoloniality. Furthermore, they appear strongly in social and cultural relations, either through media, the arts and aspects of public culture. The debates for example in South Africa about statues of colonial figures and street names have also sparked debates in Germany (and Namibia) about such public artefacts, symbols, buildings and representations of history and its presence. Such relationality shows many synergies while simultaneously concealing many differences. It is these meaningful and powerful interrogations, particularly through media and visual cultures, that mobilise two distinct yet interrelated geopolitics and their diverse diasporas.
You can find further information on the Senior Fellows and the fellowship in general on the website of the College for Social Sciences and Humanities.
Aufruf zur Einreichung von Beiträgen für die Ausgabe 3/2025 der Zeitschrift psychosozial:Die Ausgabe konzentriert sich auf die vielschichtigen Dimensionen des Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus und zielt darauf ab, die zentralen Untersuchungsgegenstände in einem inter- bzw. transdisziplinären Forschungsrahmen zusammenzuführen. Das Schwerpunktheft strebt dabei an, sowohl historische als auch gegenwärtige Dimensionen umfassend zu beleuchten.
Forschende aus sämtlichen Disziplinen (z.B. Geschichte, Soziologie, Gender Studies, Kultur- und Sozialpsychologie) sind eingeladen, sich an dem inter- und transdisziplinären Dialog zu beteiligen, der das Verständnis von den heterogenen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus vorantreibt. Auch themenspezifische Beiträge aus der Praxis, wie zum Beispiel von einschlägigen Opfer- und Betroffenenberatungsstellen, sind explizit erwünscht.
Einreichungsmodalitäten und Verfahren
Prof. Dr. Katja Sabisch und Yassir Jakani vom Lehrstuhl für Gender Studies der Ruhr-Universität Bochum freuen sich über die Einsendung eines maximal einseitigen Abstracts bis zum 15. Januar 2025 an:
Yassir.Jakani@rub.de
Bei positiver Rückmeldung erfolgt bis zum 31. Januar 2025 die Einladung zur Beitragseinreichung. Der Beitrag mit einem Umfang von maximal 35.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen, Fußnoten und Bibliografie) ist bis zum 31. März 2025 einzureichen. Dem Beitrag ist ein Abstract (max. 10 Zeilen) sowie fünf Keywords beizufügen. Alle Beiträge durchlaufen ein Peer-Review-Verfahren, auf dessen Grundlage gegebenenfalls um Überarbeitungen gebeten und die finale Auswahl getroffen wird. Die Veröffentlichung des Schwerpunktheftes psychosozial Nr. 181 (2025-3) ist für September 2025 geplant.
Wichtige Termine:
Frist für die Einreichung des maximal einseitigen Abstracts: 15. Januar 2025
Einladung zur Beitragseinreichung: bis zum 31. Januar 2025
Frist für die Einreichung von Manuskripten: 31. März 2025
Veröffentlichung der Ausgabe psychosozial Nr. 181 (2025-3): September 2025
Genauere Informationen zu Einreichungsmodalitäten und Verfahren entnehmen Sie bitte der PDF des CFP.
Am 08. November findet die Veranstaltung Vaterschaft ist…Frank Goosen meets Wissenschaft und persönliche Einblicke an der Ruhr-Universität Bochum statt. Sie erwartet ein Vortrag von Katja Sabisch zum aktuellen Stand der Väterforschung und ein Kurzfilm über aktive Väter und Angebote der Ruhr-Universität zum Thema Vereinbarkeit. Das Programm endet mit dem etwa einstündigen Auftritt von Frank Goosen inklusive Podiumsdiskussion, die von Dominik Dohmen und Sarah Rittmann moderiert wird. Los geht es um 18 Uhr im Mensagebäude, Kaffeebar-Ebene, der Ruhr-Universität. Ab sofort kann man sich online anmelden.
Aus der Einladung:
Was bedeutet es heute, Vater zu sein? Auch im Vergleich zu gestern und möglicherweise zu morgen. Prof. Dr. Katja Sabisch, Expertin für Gender Studies, kann es wissenschaftlich einordnen. Frank Goosen kann aus dem Nähkästchen plaudern. Der renommierte Autor, Kabarettist und Alumnus der Ruhr-Universität ist zweifacher Vater. Dieses ungewöhnliche Zusammentreffen, zugleich eine spannende Entdeckungsreise rund um die Rolle des Vaters, macht die Veranstaltung „Vaterschaft ist … Frank Goosen meets Wissenschaft und persönliche Einblicke“ möglich.
Die traditionelle Sichtweise auf Vaterschaft befindet sich längst im Wandel. Die alleinige Rolle des Vaters als Ernährer der Familie ist aufgebrochen, doch wie sieht das Bild des Vaters heute aus? Gibt es überhaupt ein einheitliches Bild oder vielmehr verschiedene Facetten? Die Veranstaltung setzt sich mit zentralen Fragen auseinander: Was sagt die Wissenschaft über moderne Vaterschaft? Wie definieren Väter selbst ihre Rolle? Und wie findet sich das Thema Vaterschaft in den literarischen Werken von Frank Goosen wieder?
Die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung sollen in eine vielfältige Auseinandersetzung mit einem Thema eintauchen, das im Wandel der Zeit immer wieder neu definiert wird und einen wichtigen Baustein für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darstellt. Sie können sich von den wissenschaftlichen Perspektiven und literarischen Erzählungen inspirieren lassen und die Diskussion mit eigenen Fragen und Perspektiven bereichern.
Programm
Und das erwartet die Gäste an diesem Abend konkret: Los geht’s mit einem Grußwort der Kanzlerin der Ruhr-Universität Dr. Christina Reinhardt. Es folgen der Vortrag von Katja Sabisch zum aktuellen Stand der Väterforschung und ein Kurzfilm über aktive Väter und Angebote der Ruhr-Universität zum Thema Vereinbarkeit. Das Programm endet mit dem etwa einstündigen Auftritt von Frank Goosen inklusive Podiumsdiskussion, die von Dominik Dohmen und Sarah Rittmann moderiert wird.
Kooperationspartner
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Familienservices der Ruhr-Universität und des Studierendenwerkes Akafö. Sie wurde 2023 eingeworben als Lore-Agnes-Teilförderung durch Kerstin Tepper (ehemalige Leiterin des Familienservices der Ruhr-Universität, nun Leiterin des Bereichs Soziales beim Akafö), Dominik Dohmen (Gleichstellungsreferent an der Ruhr-Universität) und Sarah Rittmann (mittlerweile Leiterin des Familienservice der Ruhr-Universität).
Am 30. Oktober startet die Ringvorlesung Conflicting Masculinities im Wintersemester 24/25.
Im Rahmen der Ringvorlesung werden Wissenschaftler*innen der Initiative „Geschlechterforschung Ruhr“ [GEFOR] ihre Forschungen zu „Conflicting Masculinities“ vorstellen. Die unterschiedlichen Perspektiven aus Kunstgeschichte, Kriminologie, Amerikanistik, Medienwissenschaft, Soziologie und Katholischer Theologie treten miteinander in einen Dialog und geben so einen Einblick in die Analyse von autoritären Strukturen, Privilegien und Gewalt, die Männlichkeit als eine umkämpfte Kategorie sichtbar werden lassen.
In nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen des globalen Nordens werden Männlichkeiten und insbesondere männliche Autoritäten herausgefordert – sei es in der Politik, innerhalb von Institutionen oder in medialen Diskursen und Visualisierungen. Die Wissenschaft, allen voran die Männlichkeitsforschung, reagiert auf diesen Wandel nicht nur mit dem Krisenbegriff, sondern auch – in Abgrenzung zu dem Terminus der „hegemonialen Männlichkeit“ nach R. Connell – mit Konzepten wie „caring“, „alternative“ oder auch „flexible masculinities“. In diesen neueren Ansätzen wird betont, dass traditionelle Männlichkeiten an Stabilität einbüßen. Unterbelichtet bleibt dabei, mit welcher Vehemenz diese Männlichkeiten verteidigt werden. Der Verlust von Privilegien – oder besser: die Angst vor dem Verlust – führt mitunter zu misogynen, anti-egalitären und anti-demokratischen Äußerungen, Einstellungen und Praktiken, welche sich unter anderem in dem Erstarken rechtsextremistischer und antifeministischer Politiken zeigen.
Die Ringvorlesung findet mittwochs von 18:15-19:45 Uhr im Erdgeschoss des MaJaC statt (Universitätsstraße 105, EG 14).
Dr Hongwei Bao, our Marie Jahoda Fellow 2024, was project leader of the Project “Drag Up!” and is the producer of the affiliated documentary about this project. We kindly invite you to join us at the Oval Office Bar for a screening of the movie and the following discussion with Dr Hongwei Bao on November 28, 2024 at 7:30 pm. The documentary will be shown in English. The Oval Office Bar is located down the side of the theatre and is a queer-feminist bar run on a donation basis by the kosmopolis.ev association. The bar opens its doors as usual at 7pm. Please note the barriers of the Oval Office Bar listed here. Please also note: There are only 50 seats available.
In June 2023, seven young, queer Chinese people signed up for a performance art project in East London. In this month-long community art project, they would learn about what is drag and how to perform it, discover their queer Chinese heritage, and explore ways to de-westernise and decolonise drag. The training was hard but also fun. Most nerve-wracking of all, they would put on a live show in front of an audience. On a roller-coaster journey of self-discovery, they would find out about what their identity, community and politics means to drag.
On December 4-5 the workshop Queer Avantgarde will take place at the MaJaC and the RUB Art Collections:
Queerness and queer body practices (cross-dressing, gender-bending) are omnipresent in the artistic practices of the “classical” avant-gardes, as Man Ray’s famous photographs of Marcel Duchamp as Rrose Sélavy show. Nevertheless, there are still few studies on the intersections of queerness, sexual orientation, gender identity and modernist art. Based on Christopher Reed’s argument that homosexuality as an identity is inextricably linked to the emergence of classical modernism, we argue that the historical avant-gardes are unthinkable without queerness. When Jack Babuscio describes queer sensibility as a “creative ‘energy’” that feeds on the knowledge of a world based on social oppression and situated contrary to the norm, the question arises as to whether sexual orientation and gender identity are ontological for the formation of avant-gardes. What role does queerness play for and within classical modernism? And how does this relate to other categories such as race, class, gender and place? Can there be a “sexual avant-garde sensibility”? And if so, to what extent is it necessarily linked to sexual orientation? In this workshop, we would therefore like to examine the intersections of gender identity and sexual orientation in avant-garde movements of the first half of the 20th century and discuss aesthetics, artistic strategies and practices that are (or could be) part of a modern queer sensibility.
The keynote speaker will be Hongwei Bao (University of Nottingham), our Marie Jahoda Fellow 2024.
The workshop will take place on 4-5 December 2024, starting on December 4 at the MaJaC (Universitätsstraße 105, 44789 Bochum). The all-day programme on the 5th will take place in the RUB Art Collections. Register for the workshop by 30 November by queeravantgarde@rub.de.
Organisers: Prof. Dr. Änne Söll, Christian Wandhoff M.A. and Tonia Andresen M.A.
Auch in diesem Wintersemester laden wir wieder herzlich ein zum MaJaC Colloquium. Wir freuen uns auf drei spannende Impulse und anregende Diskussionen mit den Teilnehmer*innen.
Die Vorträge finden ab 18:15 Uhr in der Uni 105 (Universitätsstraße 105, Raum 14) statt. Der Raum ist zugänglich für Rollstuhlfahrende. Bitte melden Sie sich gerne bei etwaigen Unterstützungsbedarfen.
Über das Colloquium: Das MaJaC Colloquium möchte die Vielfalt der Forschungsansätze und -ergebnisse in den Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum präsentieren und das Bewusstsein für die Bedeutung von Geschlecht in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft schärfen. Dabei sollen interdisziplinärer Austausch, intersektionale Diskussionen und anregende Gespräche im Fokus stehen. Wir freuen uns über eine breite Beteiligung der Studierendenschaft und laden alle interessierten Personen – auch außerhalb des universitären Kontextes – herzlich ein, am Colloquium teilzunehmen.
We are very much looking forward to welcome Dr Hongwei Bao as our Marie Jahoda Fellow at the Ruhr University Bochum in the winter term 24/25.
Dr Hongwei Bao is Associate Professor in Media Studies at the University of Nottingham, UK, where he co-directs the Centre for Critical Theory and Cultural Studies. As curator and producer Dr Bao curated countless community art projects. He is the author of Queer Comrades: Gay Identity and Tongzhi Activism in Postsocialist China (NIAS Press, 2018), Queer China: Lesbian and Gay Literature and Visual Culture under Postsocialism (Routledge, 2020), Queer Media in China (Routledge, 2021), Contemporary Chinese Queer Performance (Routledge, 2022), and Queering the Asian Diaspora (Sage, 2024). He coedits Contemporary Queer Chinese Art (Bloomsbury, 2023), Queer Literature in the Sinosphere (Bloomsbury, 2024) and Routledge Handbook of Chinese Gender and Sexuality (Routledge, 2024). He is also the co-editor of two book series: Oyster: Feminist and Queer Approaches to Arts, Cultures, and Genders (de Gruyter) and Queering China: Transnational Genders and Sexualities (Bloomsbury). As curator and producer, Dr Bao curated Nottingham Chinese Independent Film Festival, Queer Arts in the Pandemic Festival, Queer Zines, Drag-Up!, Queer Across the Waves, Poetics of Migration, and other community arts projects. He is a Trustee of UK New Artists, an arts charity dedicated to supporting young and emerging artists.
While in Bochum, Hongwei Bao will be involved in research activities surrounding the international workshop “Queer Avantgarde”, which is taking place in December. At RUB, Hongwei Bao will work in particular with Prof. Änne Söll from the Institute for Art History. The two of them, together with Susanne Huber (Uni Bremen), co-edit the above-mentioned series Oyster. Feminist and Queer Approaches to Arts, Cultures, and Genders (de Gruyter).
Save the Dates!
Film screeningof the documentary Drag Up!on 28 November 2024 (7:30 pm) at the Oval Office Bar, Schauspielhaus Bochum. Followed by a discussion with Hongwei Bao in his role as producer.
Hongwei Bao will give a public lecture on 4 December 2024 at 6:15 pm within the context of the MaJaC Colloquium. The title of the lecture is ‚Art of the Cool Kids‘: Locating Queer Art in China The lecture is also the keynote for the workshop „Queer Avantgarde“.
The workshop Queer Avantgarde will take place on 4-5 December 2024. The all-day programme on the 5th will take place in the RUB Art Collections. Register for the workshop by 30 November by queeravantgarde@rub.de.
Organisers: Prof. Dr. Änne Söll, Christian Wandhoff, M.A., Tonia Andresen M.A.
Queerness and queer body practices (cross-dressing, gender-bending) are omnipresent in the artistic practices of the “classical” avant-gardes, as Man Ray’s famous photographs of Marcel Duchamp as Rrose Sélavy show. Nevertheless, there are still few studies on the intersections of queerness, sexual orientation, gender identity and modernist art. Based on Christopher Reed’s argument that homosexuality as an identity is inextricably linked to the emergence of classical modernism, we argue that the historical avant-gardes are unthinkable without queerness. When Jack Babuscio describes queer sensibility as a “creative ‘energy’” that feeds on the knowledge of a world based on social oppression and situated contrary to the norm, the question arises as to whether sexual orientation and gender identity are ontological for the formation of avant-gardes. What role does queerness play for and within classical modernism? And how does this relate to other categories such as race, class, gender and place? Can there be a “sexual avant-garde sensibility”? And if so, to what extent is it necessarily linked to sexual orientation? In this workshop, we would therefore like to examine the intersections of gender identity and sexual orientation in avant-garde movements of the first half of the 20th century and discuss aesthetics, artistic strategies and practices that are (or could be) part of a modern queer sensibility.
We are looking for contributions that deal with a queer avant-garde (ca. 1900-1950) from a multimedia and cultural perspective (dance, fashion, performance, design, photography, painting, collage, performance, theatre, etc.) and discuss the following questions:
– Do artists marginalised by their sexual orientation automatically qualify for the avant-garde? Is “queer sensibility” necessarily tied to the sexual orientation of the artists or can it also be generated by heterosexual artists? – What did the queer, national and international networks of the avant-gardes look like? What role do collective associations and transcultural connections play in the emergence of a queer avant-garde? In which spaces, contexts and under which conditions could a queer subculture emerge? What role did queer patrons and sponsors play? – Is a queer avant-garde linked to other revolutionary politics, as has been formulated for the historical Russian avant-gardes? – If Clement Greenberg imagines the aesthetics of the avant-gardes as contrary to kitsch, how do aesthetics of camp relate to the avant-garde? Is camp a form of queer avant-garde sensibility? – Was sexuality openly thematised or concealed in the classical avant-gardes? Were there certain ‘queer codes’ that can also be identified in abstract works? – To what extent were queer artists also involved in the problematic incorporation of modern ideas (othering, exoticisation, etc.) in relation to non-Western subjects? Does a queer sensibility also extend to other factors of marginalisation such as class, race and location? – How can we (re)write a history of the queer avant-garde? Is there a genealogy of the queer avant-garde?
Early career researchers and established researchers from various disciplines (e.g. art and cultural studies, design, media studies and gender studies, etc.) are invited to apply with a one-page English abstract by e-mail and a short CV of half a page. Presentations of 20-25 minutes plus discussion are planned.
The keynote speaker will be Hongwei Bao (University of Nottingham).
The workshop will be held in English. Travelling and accommodation expenses will be covered.
Please send your application by september 5th 2024 to Marius Hoffmann: queeravantgarde@ruhr-uni-bochum.de
Auch in diesem Jahr bietet FACE@RUB wieder eine Interdisziplinäre Summer School an!
Gemeinsam. Erfolgreich. Gründen. Female Founders an der RUB In zwei Wochen von der Inspiration zur eigenen Gründungsidee. Summer School vom 06.–20.09.2024 sowie am 12.04., 14.06. und 28.06.2024
Aus der Einladung: In dieser Summer School lernt ihr, was ihr über Gründung, den Ideenfindungsprozess und das Pitchen wissen müsst, welche besonderen Herausforderungen das Gründen für Frauen mit sich bringen kann und wie ihr diese meistern könnt. In kreativen Workshops entwickeln wir zusammen mit euch eine Gründungsidee, die ihr am Ende der Summer School vor einer Jury vorstellt. Dabei stellen wir sicher, dass ihr einen Einblick in das Startup-Ökosystem des Ruhrgebiets bekommt und gleichzeitig lernt, euch selbstsicher in der Welt der Gründer*innen zu bewegen. Unsere Dozent*innen sind selbst erfahrene Gründer*innen und kennen die Herausforderungen der Szene aus eigener Erfahrung. Also macht euch bereit für eine intensive, aber auch spannende und inspirierende Zeit, in der ihr als Team zusammenwachsen werdet!
Ziel der Summer School von FACE@RUB ist es, euch durch inter- und transdisziplinäre Formate für das Thema Gründung zu begeistern. Hierfür wollen wir euch sowohl ansprechen, wenn ihr euch bisher noch nicht mit dem Thema Gründung auseinandergesetzt habt, als auch wenn ihr bereits mit einer ersten Idee für eure berufliche Zukunft oder eine mögliche Gründung in die Summer School geht. Neben fachlichem Input werdet ihr in direkten Austausch mit Gründer*innen gebracht, um so mehr über die Möglichkeiten einer eigenen Gründung oder Unternehmensführung zu erfahren. Zudem lernt ihr durch Workshops und Expert*innengespräche, selbstständig mit unternehmerischen Methoden und Ansätzen zu arbeiten und diese für euer Studium und eure berufliche Zukunft zu nutzen. Am Ende der Summer School werdet ihr eine erste konkrete Gründungsidee ausgearbeitet haben, die vor einer Jury gepitcht wird und als Anreiz für eine mögliche eigene Gründung dienen kann.
Die Teilnehmenden werden inhaltlich an die konkreten Voraussetzungen einer Unternehmensgründung herangeführt und in Workshops unter anderem in den folgenden Bereichen aus-/weitergebildet: Geschäftsmodellentwicklung, Vertriebswege, ggf. Finanzierung, Rollen innerhalb von Gruppen/Teams und Design Thinking. Mittlerweile bewährte Highlights der Summer School sind der Workshop zu Selbstwirksamkeit und das Pitchtraining, um das eigene Auftreten als Gründungsperson zu stärken und die Potentiale der Gründungsideen zu reflektieren. Diese (hypothetischen) Gründungsideen der Teams werden am Ende der Summer School vor einer Fachjury gepitcht.
Das Team, welches die Jury mit ihrem Pitch und ihrer Gründungsidee am meisten überzeugt, bekommt eine Gründungsförderung (Sach- und Reisemittel) in Höhe von 2.000€ durch „Proof It!“, das Förderprogramm für studentische Ideen, angeboten.
Teil 1: Challenges: Was bedeutet Gründung und was bringt mir das?
Termine: 12.04.2024, 14:15-15:45 Uhr und 14.+28.06.2024, je 12:15-15:45 Uhr
Ort: Universitätsstraße 105, EG/014 und EG/015 und Ortsbesuche
Teil 2: Success: Wie kann ich meine Idee umsetzen und vermitteln?
Termine: 06.09.-20.09.2024, jeweils 10:00-17:00 Uhr überwiegend. Es wird optionale Abendveranstaltungen geben und ein Tag ausfallen, sodass wir 10 Arbeitstage haben werden.
Ort: Universitätsstraße 105, EG/014 und EG/015 und Ortsbesuche (ggfs. online)
Anmeldung und Informationen zu Leistungsnachweisen
Wir trauern um unsere Kooperationspartnerin Prof. Dr. Annette von Alemann. Schon kurz nach ihrer Berufung an die Universität Duisburg-Essen brachte sie sich voller Neugierde, Elan und guten Ideen in den Aufbau des Netzwerks „Geschlechterforschung an der Ruhr“ (GEFOR) ein. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahe standen.
Frauen fehlen in der Politik! Ob auf kommunaler Ebene, im Landtag oder auch als Bürgermeisterinnen. In den Stadt- und Gemeinderäten in NRW liegt der Frauenanteil gerade einmal bei 34,5 %. Wir sind noch weit von der Parität in der Politik entfernt.
Du findest auch, dass sich das ändern muss und möchtest deine Perspektiven und Anliegen in die Kommunalpolitik einbringen? Dann bewirb dich jetzt für den nächsten Durchgang unseres kommunalpolitischen Empowermentprogramms im WiSe 24/25!
Auch wenn sich junge Frauen für Politik interessieren, stellen sich viele Fragen: Wie viel Zeit muss ich einsetzen, wenn ich mich engagieren will? Wie funktioniert die Kommunalpolitik eigentlich? Muss ich schon ein Thema haben, in dem ich mich richtig gut auskenne? Und: Wie setze ich meine Interessen in den Gremien durch?
Diesen und weiteren wichtigen Fragen wenden wir uns im Programm gemeinsam zu. Du kannst dich auf spannende Seminare freuen, die theoretische Inhalte, praktische Übungen und Trainings kombinieren, um dir Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten in der Kommunalpolitik aufzuzeigen. Dabei soll ein Fokus auf der Benennung struktureller Barrieren sowie auf dem Erkennen und Überwinden „persönlicher“ Hürden liegen. Im Laufe des Programms wendest du, gemeinsam mit anderen Teilnehmer*innen, das erworbene Wissen in eigenen praktisch orientierten Mikroprojekten an. Die Teilnahme ist kostenlos und richtet sich an Student*innen der UA Ruhr, die zwischen 18 und 27 Jahre alt sind.
Es erwarten Dich:
ein Auftaktseminar in Berlin (08.-10.11.2024).
ein Online-Begleitseminar (29.-30.11.2024).
spannende Veranstaltungen in Bochum und Essen, bei denen du mit Kommunalpolitiker*innen in den Austausch treten kannst.
ein gemeinsamer Ausflug zur Ausstellung Antifeminismus eine politische Agenda im NS-Dokumentatiosnzentrum in Köln in Kooperation mit dem NRW-weiten Projekt Spotlight – Antifeminismus erkennen und begegnen.
Du möchtest unbedingt dabei sein? Dann bewirb dich jetzt, indem du das nachfolgende Bewerbungsformular ausfüllst. Die Bewerbungsfrist ist der 31. August 2024. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.
Ihr wollt gerne mehr über vergangene Durchläufe erfahren? Dann werft doch mal einen Blick in unseren Rückblick auf den letzten Durchgang.
Das Programm ist ein Kooperationsprojekt der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen, den kommunalen Gleichstellungsstellen der Städte Bochum und Essen. Es wird gefördert durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW und in Zusammenarbeit mit dem Helene-Weber-Kolleg (HWK) umgesetzt. Das HWK wird vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von der EAF Berlin umgesetzt. Die Gesamtkoordination zwischen den Projektpartner*innen in NRW liegt beim Marie Jahoda Center for International Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum.
Zum 01.12.2024 sind an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Graduiertenkolleg 2945 ‚Wissen – Glauben – Behaupten: Wahrheitsproduktion und Wahrheitsdurchsetzung in der Vormoderne‘ 12 Promotionsstellen (d/m/w; Stellenqualität: TV-L E13, 65%, für 4 Jahre) in den Bereichen Anglistik, Germanistik, Geschichte, Komparatistik, Koreanistik, Kunstgeschichte, Rechtsgeschichte, Romanistik, Sinologie und/oder Wissensgeschichte sowie (ebenfalls zum 01.12.2024) die Stelle einer:s wissenschaftlichen Koordinator:in (d/m/w); Stellenqualität: TV-L E13, 100%, für 5 Jahre) zu besetzen.
Das GRK 2945 fragt nach den Praktiken und Prozessen der Wahrheitsproduktion und Wahrheitsdurchsetzung zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert. Es untersucht, wie behauptet, durchgesetzt und annehmbar gemacht wird, was als Wahrheit akzeptiert werden und Sprechen, Denken, Handeln und Entscheiden anleiten soll. Zugleich beobachtet es, wie Bilder, Texte, Objekte und Inszenierungen der Vormoderne Wahrheitsproduktion und -durchsetzung reflektieren. Untersucht werden dabei gleichermaßen Europa und seine frühen kolonialen Kontaktzonen und China und Korea, die sich durch ihre ausdifferenzierte Schriftkultur und deren spezifische Dynamiken für eine vergleichende Betrachtung besonders eignen.
Auch in diesem Semester finden im Rahmen der Vortragsreihe der AG Männlichkeiten wieder zwei spannende Vorträge statt, zu denen wir Sie herzlich einladen. Den Anfang macht Prof. Dr. Gregor Schuhen von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) mit seinem Vortrag Prekäre Männlichkeiten in Nicolas Mathieus „Leurs enfants après eux“ und Joseph Ponthus’ „À la ligne“ am Fr, 07. Juni von 12-14 Uhr an der Ruhr-Universität Bochum in GB 7/60 und via Zoom.
Sie sind interessiert? Um Anmeldung per Mail an maximiliane.brand@rub.de wird gebeten.
Die Veranstaltungen finden in deutscher und englischer Lautsprache statt. Die Räume sind zugänglich für Rollstuhlfahrende. Bitte melden Sie sich gerne bei etwaigen Unterstützungsbedarfen.
Organisiert wird die Reihe im Rahmen der AG Männlichkeiten von Prof. Dr. Änne Söll, Prof. Dr. Christian Grünnagel und Prof. Dr. Henriette Gunkel.
Auch in diesem Semester bringt die Veranstaltungsreihe Young Gender Scholars meet … Studierende, Promovierende, Rising Stars der Geschlechterforschung und etablierte Wissenschaftler*innen in einen intensiven Forschungsdialog.
Die Reihe bietet einen Einblick in den universitären Forschungsalltag unserer Early Career Researchers. Im Rahmen von YGSM berichten sie über eigene Forschungsprojekte und –ergebnisse. Darüber hinaus wird über aktuelle theoretische und methodische Entwicklungen und Debatten diskutiert. Einmal im Semester stellen Promovierende ihre Dissertationsprojekte im Rahmen eines Workshops vor, der für alle Statusgruppen geöffnet ist. Ergänzt wird der Workshop durch einen öffentlichen Vortrag etablierter Wissenschaftler*innen, die von den Promovierenden eingeladen werden.
In diesem Semester freuen wir uns auf einen Vortrag von Prof. Dr. Melanie Groß und einen Workshop mit Anne Rauber:
Do., 13. Juni 2024 | 17:00-18:30 Uhr Vortrag von Prof. Dr. Melanie Groß: Intersektionale Perspektiven auf Mädchenarbeit
Fr., 14. Juni 2024 | 10:00-13:00 Uhr Workshop von Anne Rauber: Verhütung als Sorgearbeit von Mädchen
Die Veranstaltung findet im Erdgeschoss des MaJaC (Universitätsstraße 105) statt. Der Vortrag ist öffentlich und kann auch unabhängig vom Workshop besucht werden. Da es bei dem Workshop nur eine begrenzte Teilnehmer*innenzahl geben kann, wird um eine frühzeitige Anmeldung per E-Mail an maximiliane.brand@rub.de gebeten.
Weitere Infos zu beiden Veranstaltungen findet ihr hier:
Auch im Sommersemester laden wir wieder herzlich ein zum MaJaColloquium. Wir freuen uns auf drei spannende Vorträge:
Mi., 08. Mai 2024, 18:15 Uhr, Laura Jentgens (RUB-Alumna): Influencerinnen der extremen Rechten – über die Kommunikationsstrategien extrem rechter Frauen online
Mi., 29. Mai 2024, 18:15 Uhr, Dr. Daria Khrushcheva (RUB): Homophobie als Politik des Staates? Fallbeispiel Russland
Mi., 03. Juli 2024, 18:15 Uhr, Yassir Jakani (RUB): Zwischen ideologischen Verflechtungen und gewaltsamen Manifestationen – eine integrierte Analyse des Antifeminismus und Rechtsterrorismus in Deutschland*
Die Vorträge finden alle in der Uni 105 (Universitätsstraße 105, Raum 14) und in deutscher Lautsprache statt. Der Raum ist zugänglich für Rollstuhlfahrende. Bitte melden Sie sich gerne bei etwaigen Unterstützungsbedarfen.
Über das Colloquium: Das MaJaC Colloquium möchte die Vielfalt der Forschungsansätze und -ergebnisse in den Gender Studies an der Ruhr-Universität Bochum präsentieren und das Bewusstsein für die Bedeutung von Geschlecht in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft schärfen. Dabei sollen interdisziplinärer Austausch, intersektionale Diskussionen und anregende Gespräche im Fokus stehen. Wir freuen uns über eine breite Beteiligung der Studierendenschaft und laden alle interessierten Personen – auch außerhalb des universitären Kontextes – herzlich ein, am Colloquium teilzunehmen.
*Hinweis zu dem Vortrag von Yassir Jakani: Bitte beachten Sie, dass der Vortrag Materialien enthält, die als explizit oder verstörend empfunden werden könnten. Diese Inhalte dienen dazu, bestimmte Aspekte der Forschung zu veranschaulichen und zu untermauern. Jegliche Verwendung von Begriffen und Darstellungen, die als anstößig oder beleidigend empfunden werden könnten, erfolgt ausschließlich zur originalgetreuen Darstellung des Quellenmaterials.
Der Lehrstuhl für Frühe Neuzeit und Geschlechtergeschichte von Prof. Dr. Maren Lorenz veranstaltet im Sommer einen Workshop mit dem Titel: „Körperlichkeit und Körpervorstellungen in der Vormoderne als methodische und praktische Herausforderung“. Die Veranstaltung wird in Bochum stattfinden. Alle weiteren Infos sowie den Call for Papers finden Sie auf H-Soz-Kult unter http://www.hsozkult.de/event/id/event-141836