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Online-Tagung „Equal Care- Geschlecht,Verantwortung und Sorge“

11. September 2020 10:30 16:30

Mit Vorträgen von Prof. Dr. Ute Klammer, Prof. Dr. Helma Lutz, Prof. Dr. Sylka Scholz und Prof. Dr. Isolde Karle

Care-Arbeit zeichnet sich in allen Phasen und Bereichen menschlichen Lebens durch ihre hohe (System-)Relevanz aus. Nicht zuletzt wird dies infolge der vorherrschenden Corona-Pandemie wie durch ein Brennglas ersichtlich. Dem entspricht jedoch nicht die fortbestehende Abwertung (nicht-)entlohnter Care-Tätigkeiten im gesellschaftlichen Gesamtgefüge: 

Auch in Zeiten zunehmender weiblicher Erwerbsbeteiligung gilt Care-Arbeit überwiegend als weibliche Domäne. Das hebt auch der Zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung hervor: Frauen verwenden durchschnittlich 52,4 Prozent mehr Zeit für nicht-entlohnte Care-Arbeit als Männer. Jüngst gab auch eine von der Hans-Böckler-Stiftung herausgegebene Umfrage zu erkennen, dass dieses Verhältnis im Zuge der Corona-Pandemie droht, verschärft zu werden: 24 Prozent der Frauen haben ihre Arbeitszeit aufgrund zusätzlich entstandener Care-Verpflichtungen verringert, dies tatendazu im Gegenzug nur 16 Prozent der Männer. Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch in den professionalisierten und informell ausgeübten Care-Beschäftigungen ab, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden. Sie alle vereint eine mangelnde gesamtgesellschaftliche Anerkennung, ausgedrückt in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder einer familiären Doppelbelastung. 

Im Rahmen des diesjährigen Equal Care Day, der alle vier Jahre – jeweils in den Schaltjahren- stattfindet, lädt Prof. in Dr. in Katja Sabisch (Marie Jahoda Center for International Gender Studies) in Kooperation mit der Friedrich Ebert Stiftung, Landesbüro NRW und ver.di NRW zu einer Tagung zum Thema Care-Arbeit ein.

Die Veranstaltung findet über das Videokonferenztool Zoom statt.